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Lexikon: Fakt oder Fake

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Aggregatoren

Ein Nachrichten-Aggregator ist ein Programm, das anhand von Algorithmen einzelne Meldungen auswählt und den Nutzer*innen präsentiert. Bekannte Beispiele sind etwa Google News, Yahoo Nachrichten oder Social Network Seiten wie Facebook oder Twitter.

Algorithmus

Ein Algorithmus ist eine Abfolge von fest eingestellten Anweisungen, die Schritt für Schritt ausgeführt werden. Besonders in der Mathematik und der Informatik sind Algorithmen sehr wichtig. Google etwa benutzt komplexe mathematische Formeln, um den Stellenwert einer Website für dein Suchwort zu bestimmen. Job-Matching Algorithmen schlagen uns passende Stellenangebote vor, während Navigationsgeräte uns mit Hilfe eines Algorithmus die kürzeste Route vorschlagen. Auch in Sozialen Netzwerken spielen A. eine wichtige Rolle. Dank ihnen können die Betreiber*innen uns Beiträge präsentieren, für die wir uns interessieren könnten, uns Personen als Freunde vorschlagen, die wir bzw. Leute aus unserer Kontaktliste kennen oder uns auf Veranstaltungen in unserer Nähe aufmerksam machen. Siehe auch → Filterblase → Echokammer. 

Alternative Medien

Alternative Medien bieten eine Gegenöffentlichkeit zu sog. → Mainstreammedien, etablierten Parteien und politischen Institutionen. Durch sie soll die angebliche Meinungsdominanz der → Mainstreammedien aufgehoben werden (Schweiger, 2017). Bei der Produktion der Inhalte werden → Qualitätskriterien des journalistischen Arbeitens wie das Prinzip der Ausgewogenheit missachtet. Ihre Urheber sind keine neutralen Journalist*innen, sondern politisch motivierte Bürger*innen, die ihre eigene Meinung vertreten. Durch Alternative Medien können Informationen mit Nachrichten-Charakter mit konkreten Eigeninteressen verbreitet werden.  Alternativen Medien und deren Systemkritik sind aktuell oftmals im rechten politischen Spektrum angesiedelt. → Rechts-alternative Medien, → Qualitätskriterien (Journalismus Lexikon)

 

Bots

→ Social Bots

 

 

Cancel-Culture

Eine Praxis, die sich in sozialen Netzwerken entwickelte, mit dem Ziel der  systematische Boykottierung und „Annullierung“ einer Person, die durch zweifelhafte Aussagen oder diskriminierende Handlungen auf sich aufmerksam gemacht hat (Tholl, 2018). 

 

Clickbaiting

Clickbaiting bedeutet „Klickköder“. Dahinter steckt eine Art Masche im Internet, bei der Inhalte durch Clickbaits mehr Aufmerksamkeit, mehr Zugriffszahlen und ggf. auch mehr Werbeeinnahmen erhalten. Oftmals sind Clickbaits beispielsweise reißerische Überschriften, in denen eine Information steht, die Leser*innen neugierig macht und sie auf „Mehr lesen …“ klicken lässt. Einmal auf der Webseite angekommen, ist man oftmals enttäuscht von den weiterführenden Informationen. Dennoch hat der Clickbait funktioniert, da man auf die reißerische Überschrift bzw. Einleitung hereingefallen ist. Ziel ist es, möglichst viele Klicks zu sammeln, um die Besucherzahlen der Internetseite und damit verbunden auch die Werbeeinnahmen eines dahinterstehenden Unternehmens zu erhöhen.

 

Confirmation Bias

Zu Deutsch: Bestätigungsfehler. Neigung von Menschen, Informationen und Nachrichteninhalte so wahrzunehmen, dass sie ihre eigene Meinung bestätigen (Nickerson, 1998). Dabei werden Informationen ausgeblendet, die dieser widersprechen. Dieses Bedürfnis wird in → Filterblasen und → Echokammern gezielt befriedigt, wo man tendenziell nur mit Inhalten konfrontiert wird, die mit den eigenen Überzeugungen und Ideen konform sind. Der confirmation bias ist ein wesentlicher Aspekt der selektiven Wahrnehmung (Stangl, 2020).

 

Counter Speech

Zu Deutsch: Gegenrede. C. heißt, dass man Hetze und menschenfeindliche Kommentare im Netz nicht hinnimmt, sondern ihnen verbal entgegentritt. So können sich Engagierte verbünden und Menschen, die von → Hate Speech betroffen sind, Unterstützung bieten. Darüber hinaus schafft Counter Speech ein essentielles Gegengewicht auch für die stillen Leser*innen, die nicht selbst kommentieren, aber sich durch das Lesen von Kommentaren eine Meinung bilden.

 

 

                           

Debunking

Das Entlarven von Desinformationen. Die Frage nach dem richtigen Umgang mit Desinformationen im Internet ist umstritten. Sog. Debunking ist dann sinnvoll, wenn die Hinweise auf die Desinformation durch nahestehende Personen erfolgen, da Freunden und Familienmitgliedern generell eine höhere Glaubwürdigkeit zugeschrieben wird. Außerdem ist es wichtig, dass die Richtigstellung einfach formuliert ist, wobei das Berichten von Fakten im Vordergrund steht und Alternativerklärungen für berichtete Ereignisse dargeboten werden sollten. Um mehr Aufmerksamkeit auf die Richtigstellung zu lenken, erweist sich technisch gesehen insbesondere der Einsatz von Videos als erfolgreich (Steinebach et al., 2020, S.87).

 

Desinformation

sind Aktionen bzw. Maßnahmen, bei denen gezielt falsche Informationen gestreut werden oder der “wahre” Sachverhalt verschleiert wird.

 

Desinformationskampagnen

Alternative Medien bieten eine Gegenöffentlichkeit zu sog. → Mainstreammedien, etablierten Parteien und politischen Institutionen. Durch sie soll die angebliche Meinungsdominanz der → Mainstreammedien aufgehoben werden (Schweiger, 2017). Bei der Produktion der Inhalte werden → Qualitätskriterien des journalistischen Arbeitens wie das Prinzip der Ausgewogenheit missachtet. Ihre Urheber sind keine neutralen Journalist*innen, sondern politisch motivierte Bürger*innen, die ihre eigene Meinung vertreten. Durch Alternative Medien können Informationen mit Nachrichten-Charakter mit konkreten Eigeninteressen verbreitet werden.  Alternativen Medien und deren Systemkritik sind aktuell oftmals im rechten politischen Spektrum angesiedelt. → Rechts-alternative Medien, → Qualitätskriterien (Journalismus Lexikon)

 

Doxing

beschreibt das Zusammentragen und Veröffentlichen von persönlichen Daten aus dem Internet, meist mit bösartigen Absichten z.B. um prominente Personen wie Politiker*innen einzuschüchtern.

                           

Echokammer

bezeichnet die Tatsache, dass man sich in sozialen Netzwerken, Instant Messengern etc. meist mit Menschen umgibt, die die gleichen Interessen und Vorstellungen haben wie man selbst. Entsprechend kann man sich gegenseitig in seiner Position bestärken und muss sich nicht mit anderen Meinungen bzw. anderen Standpunkten auseinandersetzen (Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, 2019, S.7) .  

Weiterführend: Viele Menschen neigen dazu, sich in den sozialen Netzwerken mit Gleichgesinnten zu umgeben und sich gegenseitig in der eigenen Position zu bestärken. Dadurch entsteht der Eindruck, dass die eigene Position die Mehrheitsmeinung ist. User*innen mit einer bestimmten politischen Ansicht teilen dabei häufig Inhalte, die aus denselben Quellen stammen (z.B. aus → Alternativen Medien). Fälschlicherweise wird dieser Effekt oft mit dem Begriff der → Filterblase gleichgesetzt.



 

 

 

Fake News

Fake News sind eine Art von Desinformationen, die sich auf aktuelle Themen und Ereignisse beziehen und deren Kerninformation empirisch falsch ist. Sie verfolgen das Ziel, die Leser*innen zu täuschen.  Die pseudo-journalistischen Fake News werden oft über das Internet, insbesondere die sozialen Netzwerke verbreitet und sollen die öffentliche Meinungsbildung beeinflussen. Sie ahmen journalistische Nachrichteninhalte nach, indem sie journalistische Routinen der Nachrichtenpräsentation und -auswahl anwenden. Bei der Produktion von Fake News werden journalistische Rechercheroutinen systematisch missachtet.   

Der Begriff Fake News hat zwei Deutungsmuster, da er bisweilen auch von Populist*innen als politischer Kampfbegriff gegen etablierte, klassische Medienangebote verwendet wird: → Lügenpresse (Vorwurf), → Alternative Medien

 

Faktencheck

Faktencheck-Seiten bieten eine Gegenstrategie für gezielte Desinformation und Lügen in sozialen Netzwerken. Unabhängige Journalist*innen und Rechercheur*innen überprüfen Aussagen anhand erforschter und dokumentierter Daten und Sachlagen auf ihren Wahrheitsgehalt und veröffentlichen die Ergebnisse.

 

Falschmeldung

→ Misinformation

 

Falschinformationseffekt

Gemeint ist damit die Verzerrung von Erinnerungen an ein Ereignis durch das unabsichtliche oder gezielte Einbauen von irreführenden Informationen. Dies kann beispielsweise passieren, wenn man in den Medien auf Berichte über ein Ereignis stößt, das man selbst in ähnlicher Form miterlebt hat und im Anschluss daran die in den Nachrichten erwähnten Details in die eigene Erinnerung „einpflanzt”. Viele solcher Konstrukte entstehen aus der Kombination echter Erinnerungen mit Fremdsuggestionen, wobei man dann oft vergisst, woher die Information stammt, sodass Inhalt und Herkunft der Information auseinanderfallen (Stangl, 2020).

 

False-Consensus-Wahrnehmung

ist eines der häufigsten Wahrnehmungsphänomene. Menschen tendieren dazu anzunehmen, dass ihre individuellen Eindrücke, Meinungen, Gefühle und Wahrnehmungen allgemein weit verbreitet bzw. vorherrschend sind, indem sie ihre eigene Meinung und die ihres näheren Umfeldes auf die Gesamtheit projizieren (Ross et al., 1977, S.279–30; Schweiger, 2017, S.130). Nutzer*innen, die ihre persönliche Meinung regelmäßig und besonders emotional auf Social Media äußern, beispielsweise Verfasser von → Hate Speech tun dies häufig in der Annahme, sie vertreten damit die Meinung der gesellschaftlichen Mehrheit.

 

False-Flag-Aktionen

beschreiben eine Strategie, um Desinformation zu verbreiten, bei der Inhalte und Social-Media-Konten gefälscht werden. Dies verfolgt oftmals das Ziel, den politischen Gegner zu verleumden.

 

Fehlinformation

→ Misinformation

 

Filter-Bubble 

Zu Deutsch: Filterblase. Eine F. ist das eigene, einzigartige Universum an Informationen, in dem sich online bewegt wird (Pariser, 2011, S.17). Wie die eigene Filterblase aussieht, hängt davon ab, wer du bist und was du tust. Soziale Netzwerke und Websites versuchen immer wieder mithilfe von Algorithmen vorherzusagen, welche Informationen die jeweiligen Nutzer*innen mögen. Diese Informationen beziehen sich auf die Interessen, die Meinung und die Gruppenaktivität eines*r Nutzer*in. Das führt dazu, dass Nutzer*innen nur Informationen angezeigt werden, die sie interessieren. Andere Informationen, die den Interessen und Standpunkten nicht entsprechen, werden auch nicht angezeigt. Wenn Nutzer*innen in ihren Filterblasen → Fake News präsentiert werden, die ihrem eigenen Weltbild entsprechen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die entsprechende Meldung geglaubt und diese nicht hinterfragt wird (Swire et al., 2017, S.16).

Weiterführende Informationen: 

Nachrichtenrezeption über Social-Media-Plattformen kann zu einer sog. Filter Bubble beitragen. Dies bedeutet, dass vor allem Informationen rezipiert werden, die das bestehende Weltbild bestätigen bzw. dass die rezipierten Informationen so gedeutet werden, dass sie mit diesem Weltbild in Einklang stehen. Allerdings entsteht diese Filter Bubble nicht in erster Linie, weil die durch Algorithmen gesteuerte Ausspielung von Nachrichteninhalten auf Social-Media-Plattformen gezielt Informationen vor Nutzern verbirgt, sondern vor allem dadurch, dass Nutzer*innen sich bevorzugt Inhalten und Informationsquellen zuwenden, die zu ihrem Weltbild passen. Die Algorithmen greifen hier nur das Nutzer*innenverhalten auf und spiegeln es. Dadurch verstärkt sich der Filter-Bubble-Effekt, der seinen Ursprung allerdings in den unterbewussten Denkmustern des*der einzelnen Nutzer*in hat (Müller & Denner, 2019, S.15).





 

 

 

Gegenrede

siehe → Counter Speech 

Hassrede

siehe → Hate Speech

 

Hate Speech

Hate Speech sind über das Internet und die Sozialen Medien vermittelte Ausdrucksformen, die auf Intoleranz gegen bestimmte Personengruppen gegründet sind, beispielsweise Antisemitismus, Rassismus, Sexismus, Heterosexismus und Religionsfeindlichkeit, Hass gegen diese verbreitet, fördert, rechtfertigt oder dazu anstiftet, Hass oder Gewalt gegen selbige auszuüben. Siehe auch → Counterspeech.

 

Hoax

Hoax stammt aus dem Englischen und bedeutet „Scherz“, „Schwindel“ bzw. „Jux“. Im Internet steht der Begriff für Falschmeldungen, die per Internet, Zeitung, E-Mail, Instant Messenger etc. verbreitet und von vielen Menschen geglaubt werden. Auch Kettenbriefe, die per Mail oder Instant Messenger weitergeleitet werden, können zu der Familie der Hoaxes gezählt werden. Die Hoax-Nachrichten selbst sind harmlos. Ratschläge und Handlungsempfehlungen sollten einfach ignoriert werden.

Weiterführende Informationen: 

Früher handelte es sich bei Hoaxes meist nur um scherzhafte Warnungen vor vermeintlichen Computerviren, die auf befallenen Systemen zum Beispiel die Festplatte löschen. Heute spielen Hoaxes aber auch bei politischen Desinformation eine Rolle. Zudem zielen Falschmeldungen oft darauf ab, den Ruf bestimmter Firmen oder Organisationen zu diskreditieren. Auch E-Mail-Kettenbriefe zählen zur Hoax-Kategorie – zum Beispiel E-Mails von vermeintlichen Redakteuren des Messenger-Dienstes. In der Hoax-Mail steht in aller Regel die Aufforderung, sie an möglichst viele Empfänger weiterzuleiten. Nur so könne der Account auch künftig gratis angeboten werden.

 

Hostile Media Effect 

iDarunter versteht man das Phänomen, dass Anhänger*innen einer bestimmten Position bzgl. eines Themas dazu tendieren, die mediale Berichterstattung darüber als unfair wahrzunehmen. Häufig empfindet zwar eine Mehrheit der Mediennutzer*innen die Berichterstattung als ausgewogen. Diejenigen Rezipient*innen allerdings, die die mediale Darstellung als einseitig wahrnehmen, haben überwiegend den Eindruck, sie sei zu Ungunsten ihrer eigenen Meinung verzerrt. Der H. tritt bei einer neutralen medialen Darstellung eines Themas auf, wenn es sich um einen strittigen Inhalt handelt und eine stark polarisierte Anhängerschaft involviert ist (Giner-Sorolla & Chaiken, 1994, S.165–180). Personen, die sich stark mit einem Thema befassen, nehmen eine neutrale Medienberichterstattung wahrscheinlich als nachweislich voreingenommen gegenüber ihrem Standpunkt wahr (Vallone, Ross & Lepper, 1985, S. 577–85), was wiederum das Vertrauen in die Medien verringert und die politische Polarisierung verstärkt. 

 

 

Informationskrieg 

Rechtsextreme bezeichnen es als „Infokrieg“, wenn sie im Internet Desinformationen und Fake News posten oder Menschen digital angreifen. Es geht Ihnen dabei um den Kampf um die wahren und richtigen Informationen und die Hoheit über diese. Korrekte Informationen sind jedoch bei reichweitenstarken, ausgewogen und nach journalistisichen Kriterien berichteten Medien zu finden (Rafael 2020). 

Informationswäsche 

Prozess der allmählichen Quellenverdunkelung im Rahmen der Erstellung von Desinformationen (Pörksen, 2019, S.36). 

 

Klickköder

→ Clickbaiting

 

Kognitive Dissonanz

Kognitionen sind Erkenntnisse des Individuums über die Realität. Kognitive Dissonanz bezeichnet in der Sozialpsychologie einen Spannungszustand, der entsteht, wenn ein Mensch Informationen (Wahrnehmungen, Gedanken, Meinungen, Einstellungen, Wünsche oder Absichten) verarbeiten muss, die eigentlich unvereinbar miteinander sind. Mit verschiedenen Strategien versucht das Gehirn dann, die innere Harmonie wiederherzustellen bzw. die kognitive Dissonanz zu reduzieren. 



Lügenpresse

„Lügenpresse” ist ein politisches Schlagwort, das Misstrauen gegenüber den etablierten Medien, häufig sogar eine fundamentale Ablehnung derselben zum Ausdruck bringt. Dem Wortsinn nach unterstellt es Journalist*innen absichtsvoll falsche Sachverhaltsaussagen bzw. die Verdrehung von Tatsachen. Im erweiterten Sinn meint es Kritik an der vorgenommenen Auswahl von Nachrichten und Meinungen und an den in der Berichterstattung dominierenden Deutungsmustern (Frames) und Narrativen. Ein wesentlicher Teil der Kritik bezieht sich also „nicht auf Wahrheit, sondern auf ein anderes zentrales Qualitätskriterium: Relevanz“ (Hagen, 2015, S.153) – d.h. auf die Frage, was berichtet und was nicht berichtet wird –, sowie auf → Qualitätskriterien wie Neutralität bzw. Unparteilichkeit, Ausgewogenheit, Kritik und Unabhängigkeit (Arnold, 2009, S.162–196). Bei dem Begriff Lügenpresse handelt es sich um einen nationalsozialistisch vorbelasteten Begriff, der im Zuge der Pegida-Bewegung gezielt Verwendung fand ohne vollständig reflektiert zu werden.

 

 

 

 

 

Mainstreammedien

Der Begriff “Mainstream” spiegelt grundsätzlich den kulturellen Geschmack der großen Mehrheit wider. Der Begriff wird u. a. auch als Abwertung bestimmter Bereiche verwendet, so auch in der Presse. Mainstreammedien sind gleichzusetzen mit dem Begriff der Leitmedien, also jenen Anbietern, die die höchsten Auflagen bzw. die meisten Rezipierenden aufweisen, wobei Leitmedium in der Wertung neutral bleibt. 

 

Malinformation

meint Meldungen, die zwar einen wahren Kern enthalten, die aber manipuliert und selektiert wurden, um jemandem zu schaden oder eine Gesellschaft zu spalten. Darunter fallen alle Formen von Meinungsmache und → Propaganda, die aber falsche Realitäten zeigen, indem z. B. Informationen nur sehr einseitig, bruchstückhaft und unvollständig eingesetzt werden. 

 

Misinformation

Misinformation bezeichnet das unbeabsichtigte Teilen von falschen Informationen und kommt einem ehrlichen Fehler gleich, der nicht das Ziel verfolgt jemandem zu schaden. Dazu zählen journalistische Fehler (→ Falschmeldungen) oder falsch verstandene → Satire. Der Schaden ist im Vergleich mit Desinformation unter Umständen nicht unbedingt geringer, zu mal gerade journalistische Fehler eine große Reichweite haben können. Gründe für Misinformation können verschiedener Natur sein, etwa mangelndes Wissen (vor allem bei der Verbreitung in sozialen Netzwerken durch unwissende Bürger*innen) oder aber mangelnde Qualitätsprozesse und Fehler in Redaktionen. 

 

Multiple Source Effect

Die Neigung, Botschaften dann als glaubwürdiger zu erachten, wenn die Informationen aus unterschiedlichen Quellen stammen (Harkins & Petty 1981). Dies bedeutet, dass Nutzer*innen von sozialen Netzwerken, die mit vielen Personen in Kontakt stehen, zahlreiche Stimmen öffentlicher Bürgerkommunikation hören und häufig alternative Medien nutzen, die allesamt dieselben Meinung vertreten, sich nicht nur durch die Zahl sondern auch die Vielfalt der Urheber in ihrer Meinung bestärkt fühlen (Schweiger, 2017, S.135). 

 

 

 

 

Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG)

Das Gesetz zur Verbesserung der Rechtsdurchsetzung in sozialen Netzwerken (Netzwerkdurchsetzungsgesetz – NetzDG) ist seit dem 1. Oktober 2017 in Kraft. Es zielt darauf ab, Hasskriminalität,strafbare Falschnachrichten und andere strafbare Inhalte auf den Plattformen sozialer Netzwerke wirksamer zu bekämpfen. Dazu zählen z.B. Beleidigung, üble Nachrede, Verleumdung, öffentliche Aufforderung zu Straftaten, Volksverhetzung, Gewaltdarstellung und Bedrohung. Um die sozialen Netzwerke zu einer zügigen und umfassenderen Bearbeitung von Beschwerden insbesondere von Nutzer*innen über Hasskriminalität und andere strafbare Inhalte anzuhalten, wurden mit dem NetzDG gesetzliche Regeln für soziale Netzwerke eingeführt (BMJV, 2020). Das Gesetz  wird von einigen Personen als Zensurmittel betrachtet. 



 

 

 

 

                           

Phishing

Als Phishing bezeichnet man den Versuch, über gefälschte Webseiten, E-Mails oder Kurznachrichten an persönliche Daten eine*r Internetnutzer*in zu gelangen.

 

Postfaktisch

Postfaktisch ist angelehnt an den englischen Begriff Post Truth Era (deutsch: das Zeitalter nach der Wahrheit). Es spricht den gesellschaftlichen Zustand an, in dem Fakten an Bedeutung verlieren. Öffentliche Diskus­sionen und politische Auseinandersetzungen der Bevölkerungsschichten werden demnach zuneh­mend von Emotionen geleitet. Das liegt daran, dass einige Bevölkerungsgruppen den medial präsentier­ten Fakten keinen Glauben mehr schenken. Sie sind davon überzeugt, dass diese nicht mit der aktuellen gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Situation übereinstimmen. In diesem Zusammen­hang fällt häufig auch der Begriff → Lügenpresse.

 

Populismus

Poor Journalism ist eine Form des schlechten Journalismus, die als redaktioneller Fehler versehentlich z.B aufgrund von Geldmangel oder Zeitdruck entstehen. Produzent*innen von  fehlerhaften Nachrichten kann man höchstens Fahrlässigkeit vorwerfen, die Urheber handeln jedoch nicht vorsätzlich, haben somit keine Täuschungsabsicht. Beiträge, welche aufgrund von Poor Journalism entstanden sind, sind sind keine Fake News, aber bieten einen Nährboden für solche. Siehe → Misinformation. 

 

Poor Journalism

Postfaktisch ist angelehnt an den englischen Begriff Post Truth Era (deutsch: das Zeitalter nach der Wahrheit). Es spricht den gesellschaftlichen Zustand an, in dem Fakten an Bedeutung verlieren. Öffentliche Diskus­sionen und politische Auseinandersetzungen der Bevölkerungsschichten werden demnach zuneh­mend von Emotionen geleitet. Das liegt daran, dass einige Bevölkerungsgruppen den medial präsentier­ten Fakten keinen Glauben mehr schenken. Sie sind davon überzeugt, dass diese nicht mit der aktuellen gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Situation übereinstimmen. In diesem Zusammen­hang fällt häufig auch der Begriff → Lügenpresse.

 

Propaganda

bezeichnet zielgerichtete Versuche, politische bzw. weltanschauliche Ideen und Einstellungen systematisch zu verbreiten. Der Begriff kommt vor allem im politischen Kontext zum Einsatz.

 

Psychografik

beschreibt die Idee, dass Vorlieben und Sprache, die User*innen in sozialen Netzwerken an den Tag legen, Rückschlüsse auf deren Persönlichkeit zulassen (Pomerantsev, 2020, S.256).

 

Tab-Inhalt

                           

Redpilling

Entlehnt aus dem Film »Matrix«. Im Film muss die Figur Neo sich entscheiden, ob er die blaue Pille schluckt und so ahnungslos weiterhin den illusionen des Systems erliegt oder die »rote Pille« zu sich nimmt und die Wahrheit über seine Welt erfährt. In rechtsextremen Kreisen dient der Begriff R. als Metapher dafür, „die Wahrheit zu erfahren” die die Ideologie vermeintlich offenbart, während die »blaue Pille« für die Nachrichten aus den → Mainstreammedien und unliebsame Politiker*innen steht.

 

Rabbit Hole

Zu deutsch: Kaninchenbau. Inspiriert aus Alice im Wunderland, wo die Protagonistin in einen Kaninchenbau fällt und so in einer phantastischen Welt landet. Heute wird der Begriff R. oft im Online-Kontext verwendet. „Falling down the R.”, also in den Kaninchenbau zu fallen, bedeutet dann sinngemäß, sich auf eine (virtuelle) Reise zu begeben, auf der man sich immer weiter in den (verstörenden) Tiefen des Webs verliert. Gerade durch die steigende Zahl → alternativer Medien online besteht die Gefahr, im Internet z.B. durch Verlinkungen oder (YouTube-) Empfehlungen auf Seiten zu landen, deren Betreiber bestimmte Ideologien verbreiten wollen. 

 

Rechts-Alternative Medien 

Der Begriff „rechts-alternativ“ leitet sich von der amerikanischen „Alt-Right“-Bewegung ab. Diese ideologische Gruppierung vertritt extrem konservative und reaktionäre Ansichten, welche die Mainstream-Politik ablehnt und Online-Medien zur Verbreitung von bewusst kontroversen Inhalten nutzt. Konkret gehören hierzu rechtspopulistische und rechtsextreme Teile der Medienlandschaft abseits des Mainstreams (z.B. Blogs), Wortführer*innen in den sozialen Medien (besonders auf Facebook und Twitter) und politische Bewegungen wie auch rechtsradikale Politiker*innen der AfD. Innerhalb der Berichtersarrunf werden journalistische Qualitätskriterien  wie Wahrhaftigkeit/Richtigkeit, Aktualität, Relevanz und Themenvielfalt (Universalität) oftmals nicht eingehalten (Schweiger, 2017, S.52–53)

 

                           

Satire

Mithilfe der Kunstform der Satire werden bestimmte Zustände kommentiert, kritisiert und angeprangert. Die enthaltene Information wird durch betonte Übertreibung so dargestellt, dass sie in der Regel leicht als falsch zu erkennen ist. Desinformationen, insbesondere Fake News arbeiten hingegen subtiler und werden so dargestellt, als könnten sie tatsächlich der Wahrheit entsprechen. (Landesmedienzentrale Baden-Württemberg, 2019, S.24). Satire möchte niemanden täuschen, sondern durch Spott und Übertreibung zum Nachdenken anregen und unterhalten. 

 

Schweigespirale

beschreibt den Prozess, bei dem Menschen ihre Meinung zu einem Sachverhalt äußern, wenn sie denken, dass viele andere die gleiche Einstellungen haben. In Bezug auf Themen, die ihrer eigenen Meinung widersprechen, halten sie sich zurück und schweigen aus Angst vor Zurückweisung.

Weiterführend:

Die kommunikationswissenschaftliche Theorie der Schweigespirale nach besagt, dass die Bereitschaft, seine Ansichten öffentlich darzustellen, unterschiedlich stark ausgeprägt ist. Menschen, die den Eindruck haben, ihre Meinung entspräche der Mehrheitsmeinung, äußern sich bereitwilliger in der Öffentlichkeit. Sie bekennen sich eher öffentlich durch Meinungsäußerungen, Verhalten oder Symbole zu ihrer Meinung als diejenigen, die glauben, mit ihrer Meinung zur Minderheit zu gehören. Die Minderheitsfraktion verfällt in Schweigen aus Furcht vor sozialer Isolation. Dadurch erscheint die Gruppe der ersteren noch stärker und in einem Spiralprozess scheint diese Meinung die alles beherrschende zu werden, selbst wenn sie in Wahrheit von einer Minderheit vertreten wird (Meitz, 2020).

 

Shitstorm 

Bei einem S. machen sich viele Personen im Netz ihrer Empörung Luft, wobei sie ihre Wut an eine*n bestimmte*n Adressat*in richten. Neben sachlicher Kritik enthalten Shitstorms auch oft hasserfüllte Beiträge. Häufig dient ein S. dazu, die öffentliche Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Problem zu lenken. Manchmal geht es aber auch darum, anderen Menschen gezielt zu schaden. So findet → Hate-Speech oft als organisierter S. statt. Dies geschieht z.B. über Aufrufe in rechten Social Media Gruppen aber auch über → Trolling.

 

Selective exposure

Menschen besitzen eine starke Tendenz dazu, Informationen und damit auch Nachrichteninhalte, so wahrzunehmen, dass sie im Einklang mit ihren bereits bestehenden Vorstellungen stehen. Dies beginnt schon bei der Auswahl der Meldungen, die gelesen werden („Selective Exposure“) (Guess,Nyhan & Reifler, 2018), und setzt sich bei der Interpretation und Deutung („Selective Perception“) sowie der späteren Erinnerung an die rezipierten Inhalte („Selective Retention“) fort (Müller & Denner, 2019). 

 

Sleeper Effect

Rezipierende tendieren mit der Zeit dazu, zu vergessen, aus welcher Quelle sie eine Information ursprünglich einmal hatten – und damit auch, ob sie die Quelle für glaubwürdig gehalten haben. Die Information selbst jedoch kann in Erinnerung bleiben (Kumkale & Albarracín, 2004). Besonders dann, wenn Rezipierende mit Fake News konfrontiert sind, die inhaltlich ihren Erwartungen und ihrem Weltbild entsprechen (Müller & Denner, 2019).

 

Social Bots

Als Social B. werden intelligente Computerprogramme bezeichnet, die in sozialen Netzwerken wie Facebook aktiv sind. Sie täuschen menschliches Verhalten vor und besitzen keine eigene Meinung, sondern folgen vorgegebenen Zielen. Mit Profilinformationen ausgestattet, zielen sie darauf ab, einen virtuellen „Freundeskreis” aufzubauen und sich mit anderen, „echten” Nutzer*innen zu vernetzen (Sachs-Hombach/Zywietz, 2018, S.57).

Weiterführend:

Social Bots werden zunehmend für politische Zwecke eingesetzt, etwa um die Anzahl von Followern eines*einer Politiker*in zu erhöhen, negative Informationen über Gegenkandidat*innen zu verbreiten oder um bestimmte Themen im politischen Diskurs zu befördern. Weil diese Bots reale Nutzer*innen imitieren, ist es eine besondere Herausforderung, sie zu identifizieren. Social Bots werden häufig zur Verbreitung von Fake News, gefälschten Augenzeugenberichten und User-Kommentaren eingesetzt und gelten somit als wichtige Instrumente in Desinformationskampagnen. In solchen Fällen werden sie als Malicious Bots (wörtlich übersetzt bösartige Bots) bezeichnet.

 

Sockenpuppen

Als Sockenpuppen bezeichnet man Zweit- oder Drittaccounts (Fake-Profile), die das Meinungsbild im Internet beeinflussen sollen. Speziell geht es darum, dass durch die Sockenpuppen der Anschein erweckt werden soll, dass eine Meinung von mehreren Leuten vertreten wird. Dahinter stecken, aber tatsächlich Zweit- oder Drittaccounts  von ein und der selben Person. 

 

                           

Third-Person-Effect

Der Third-Person-Effekt unterstellt, dass Menschen generell annehmen, andere würden durch Massenmedien stärker beeinflusst als sie selbst (Huck & Brosius 2007). 

 

Trolling

Trolling wird allgemein als irreführendes und störendes Verhalten von Internet-Nutzer*innen bezeichnet. Trolle nutzen Sticheleien, Beleidigungen bis hin zu Gewaltandrohungen, um andere User*innen emotional werden zu lassen. Trolle agieren dabei provokativ und abseits der Erwartungen an eine faire und harmonische Kommunikation (Buckels et al., 2014; Hardaker, 2010).



 

 

                           

User Generated Content

Der Third-Person-Effekt unterstellt, dass Menschen generell annehmen, andere würden durch Massenmedien stärker beeinflusst als sie selbst (Huck & Brosius 2007). 

 

                           

Verschwörung

Geheime Absprache von einer (kleinen) Gruppe Menschen, ein bestimmtes Ziel im Bereich des Machterwerbs oder des Machterhalt mit bestimmten Mitteln erreichen zu wollen. Als Verschwörer*innen werden real existierende Gruppen benannt z.B. Geheimdienste, polit-ökonomische Gruppen oder wohlhabende Familien.

 

Verschwörungserzählung

auch „Verschwörungstheorie”, „Verschwörungsmythos”, „Verschwörungsverdacht”. V. sind ein Geflecht an Überzeugungen, das die eigentliche Ursache für ein Ereignis oder Phänomen auf die Intrigen mehrerer mächtiger Akteure zurückführt. V. beruhen auf der Annahme, dass diese Akteure typischerweise im Verborgenen und mit einem klar definierten Ziel handeln, das den Interessen von weiten Teilen der Bevölkerung entgegensteht (Swami & Furnham, 2014). V. enstehen oftmals im Nachgang von wichtigen Weltgeschehnissen zu Tage – sei es infolge der Anschläge des 11. September, der Ermordung des amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy oder der Corona-Krise. Sie liefern alternative Erklärungsansätze entgegen den offiziellen und öffentlich zugänglichen Informationen und befassen sich mit feindlichen, unmenschlichen oder gar übermenschlichen Personen und Wesen die das Gute und Erhaltenswerte in der Welt zu untergraben und zu zerstören suchen (Bale, 2007).  In vielen V. finden sich antisemitische Komponenten und können extremistische Radikalisierungen beschleunigen. Verschwörungstheoretiker*innen glauben oftmals an die → Falschinformationen, die sie verbreiten (im Unterschied zu den Produzierenden von → Fake News) (Kuhn, 2010, S.107).

 

Verbindung zu Desinformation:
Das systematische Verbreiten von verschwörungstheorien kann eine Taktik von Desinformation sein. Dabei werden zur Erklärung eines komplexen Sachverhalts widersprüchliche Theorien lanciert, sodass einem Zielpublikum am Ende nicht mehr klar ist, was faktisch richtig und was frei erfunden ist. Es geht also darum, die Aufmerksamkeit von der Wahrheit abzulenken. Das führt dazu, dass Rezipienten mit Informationen überflutet werden und somit erschwert zwischen richtig und falsch differenzieren können (Schulze, 2019).

 

 

 

 

 



 

 

 

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Brodnig, I. (2017). Lügen im Netz: wie Fake News, Populisten und unkontrollierte Technik uns manipulieren (1. Aufl.). Wien: Brandstätter.

Buckels, Erin & Trapnell, Paul & Paulhus, Delroy. (2014). Trolls just want to have fun. Personality and Individual Differences. 67. 10.1016/j.paid.2014.01.016. 

Coles, Bryn Alexander, & West, Melanie (2016). Trolling the trolls: Online forum users’ constructions of the nature and properties of trolling. Computers in Human Behavior, 60, 233–244.

Derakhshan & Wardle. 10/31/2017.  Information Disorder: Toward an interdisciplinary framework for research and policy making. Council of Europe. Brussels: Council of Europe. 

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Europäische Kommission (2018). Bekämpfung von Desinformation im Internet. https://ec.europa.eu/commission/news/tackling-disinformation-online-2018-mar-12_de

Guess, A., Nyhan, B., & Reifler, J. (2018). Selective Exposure to Misinformation: Evidence from the Consumption of Fake News during the 2016 U.S. Presidential Campaign, https://www.dartmouth.edu/~nyhan/fake-news-2016.pdf

Giner-Sorolla, R. & Chaiken, S. (1994). The causes of hostile media judgments. Journal of Experimental Social Psychology, 30, 165–180 in https://portal.hogrefe.com/dorsch/hostile-media-effekt/#

Hardaker, Claire (2010). Trolling in asynchronous computer-mediated communication: From user discussions to academic definitions. Journal of Politeness Research, 6, 215–242.

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